Stundensatz Rechner für Freelancer Schweiz
Berechnen Sie Ihren minimalen Stundensatz als Freelancer in der Schweiz. Der Rechner berücksichtigt Ihr Wunsch-Nettoeinkommen, AHV/BVG-Beiträge, Krankenkasse, Geschäftskosten und Steuern.
Stundensatz als Freelancer in der Schweiz berechnen
Die korrekte Berechnung des Stundensatzes ist für Freelancer überlebenswichtig. Viele Selbständige setzen ihren Stundensatz zu tief an, weil sie die versteckten Kosten unterschätzen. Als Freelancer in der Schweiz müssen Sie AHV/IV/EO-Beiträge (10,6% als Selbständiger), BVG-Beiträge, Krankenkasse, Geschäftskosten und Steuern selbst tragen.
Der häufigste Fehler: Den früheren Angestelltenlohn durch die Arbeitsstunden teilen. Als Freelancer haben Sie keinen bezahlten Urlaub, keine Lohnfortzahlung bei Krankheit, keinen Arbeitgeberbeitrag an AHV und BVG, und Sie müssen Akquise, Administration und Buchhaltung selbst erledigen — alles unbezahlte Stunden.
Verrechenbare Stunden — der Auslastungsgrad
Nicht jede Arbeitsstunde kann dem Kunden verrechnet werden. Akquise, Offertenerstellung, Buchhaltung, Weiterbildung und Administration sind nicht direkt verrechenbar. Ein realistischer Auslastungsgrad liegt bei 60-80%. Bei 40 Stunden Arbeit pro Woche und 75% Auslastung sind nur 30 Stunden verrechenbar.
In der Aufbauphase kann der Auslastungsgrad sogar unter 50% liegen. Planen Sie konservativ und erhöhen Sie den Stundensatz lieber, als mit unrealistischen Auslastungsannahmen zu kalkulieren.
Sozialversicherungen für Selbständige
Selbständigerwerbende zahlen AHV/IV/EO-Beiträge von 10,6% auf das Nettoeinkommen (Einnahmen minus Geschäftskosten). Die BVG-Versicherung (Pensionskasse) ist für Selbständige freiwillig, wird aber dringend empfohlen. Die Säule 3a ermöglicht Einzahlungen bis CHF 35'280 pro Jahr (ohne BVG) oder CHF 7'056 (mit BVG).
Typische Stundensätze in der Schweiz
Die Stundensätze variieren stark nach Branche und Erfahrung. IT-Freelancer berechnen CHF 120-200/Stunde, Grafiker CHF 80-150, Unternehmensberater CHF 150-300 und Übersetzer CHF 60-120. Wichtig: Der Stundensatz muss nicht nur Ihre Kosten decken, sondern auch einen Gewinnaufschlag enthalten, um Rücklagen für schlechte Zeiten und Investitionen zu bilden.