Grundsteuer Rechner Bayern 2026

Berechnen Sie Ihre Grundsteuer in Bayern nach dem wertunabhängigen Flächenmodell. Bayern berechnet die Grundsteuer ausschließlich nach der Fläche des Grundstücks und der Nutzfläche des Gebäudes. Geben Sie Ihren Grundsteuerwert, die Immobilienart und den Hebesatz ein. Durchschnittlicher Hebesatz in Bayern: ca. 380 %. Alle Daten bleiben in Ihrem Browser.

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Grundsteuer in Bayern — das Flächenmodell

Bayern hat ein wertunabhängiges Flächenmodell für die Grundsteuer eingeführt. Bei diesem Modell wird die Grundsteuer ausschließlich nach der Fläche berechnet — Grundstücksfläche und Gebäudenutzfläche. Der Wert des Grundstücks oder der Immobilie spielt keine Rolle. Das bayerische Modell soll einfach und bürokratiearm sein und den Eigentümern die Steuererklärung erleichtern.

Der durchschnittliche Hebesatz in Bayern liegt bei etwa 380 %. München hat mit 535 % einen vergleichsweise hohen Hebesatz, während kleinere Gemeinden in Oberbayern, Schwaben oder Franken oft bei 300-350 % liegen. Die Grundsteuerfläche wird mit einem Äquivalenzbetrag multipliziert: 0,04 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 0,50 Euro pro Quadratmeter Gebäudefläche (bei Wohnen: 70 %-Abschlag).

Besonderheiten des bayerischen Flächenmodells

Im bayerischen Flächenmodell wird die Steuermesszahl auf die Äquivalenzbeträge angewendet, nicht auf einen Grundsteuerwert wie im Bundesmodell. Für Wohnflächen gilt ein Abschlag von 30 %, sodass nur 70 % der Gebäudefläche berücksichtigt werden. Für Grundstücke in besonders gefragten Lagen gibt es keine Zuschläge — die Lage spielt im bayerischen Modell keine Rolle. Dies unterscheidet Bayern grundlegend von Bundesländern, die das Bundesmodell oder Lagefaktoren verwenden.

Eigentümer in Städten wie Nürnberg (590 %), Augsburg (555 %) und Regensburg (475 %) sollten den aktuellen Hebesatz ihrer Kommune prüfen. Das Bayerische Landesamt für Steuern stellt online Informationen zur Grundsteuer bereit. Einsprüche gegen den Steuermessbescheid sind innerhalb eines Monats nach Zustellung möglich.

Hebesätze in Bayern im Vergleich

Die Hebesätze in Bayern zeigen eine große Bandbreite. München liegt mit 535 % im oberen Bereich, gefolgt von Nürnberg (590 %) und Augsburg (555 %). Mittelgroße Städte wie Würzburg (420 %), Erlangen (400 %) und Ingolstadt (380 %) bewegen sich nahe am Landesschnitt. Ländliche Gemeinden setzen oft Hebesätze von 280-350 % an. Nach der Reform 2025 haben viele bayerische Gemeinden ihre Hebesätze angepasst, um die Aufkommensneutralität zu gewährleisten.

Tipps für Eigentümer in Bayern

Da das bayerische Modell flächenbasiert ist, sollten Eigentümer besonders die Angaben zu Grundstücks- und Gebäudefläche prüfen. Fehlerhafte Flächenangaben können zu einer zu hohen Steuerbelastung führen. Bei Vermietung ist die Grundsteuer als Nebenkosten umlagefähig. Nutzen Sie unseren Rechner, um die Auswirkungen unterschiedlicher Hebesätze auf Ihre Grundsteuer zu vergleichen. Beachten Sie den 30 %-Abschlag für Wohnflächen — dieser reduziert die Steuerlast erheblich.