Zinsrechner
Berechnen Sie Ihre Zinserträge für Spareinlagen, Festgeld und Tagesgeld. Geben Sie Anfangskapital, monatliche Einzahlung, Zinssatz und Laufzeit ein und sehen Sie, wie Ihr Vermögen durch Zinseszins wächst.
Was ist Zinseszins?
Der Zinseszins ist einer der mächtigsten Mechanismen beim Sparen und Investieren. Dabei werden nicht nur auf das Anfangskapital Zinsen berechnet, sondern auch auf die bereits angesammelten Zinsen. Je länger die Laufzeit und je höher der Zinssatz, desto stärker wirkt dieser Effekt. Albert Einstein soll den Zinseszins als das „achte Weltwunder“ bezeichnet haben — wer ihn versteht, verdient daran, wer ihn nicht versteht, zahlt ihn.
Die Formel für den Zinseszins lautet: Endkapital = Anfangskapital × (1 + Zinssatz / n)^(n × Jahre), wobei n die Anzahl der Zinsperioden pro Jahr angibt. Bei jährlicher Verzinsung ist n = 1, bei monatlicher Verzinsung ist n = 12. Zusätzliche monatliche Einzahlungen erhöhen das Endkapital erheblich, da jede Einzahlung ebenfalls vom Zinseszins profitiert. Schon kleine regelmäßige Beträge können über Jahrzehnte zu einem beachtlichen Vermögen anwachsen.
Tagesgeld vs Festgeld
Beim Tagesgeld können Sie jederzeit über Ihr Geld verfügen. Die Zinssätze sind variabel und liegen in Deutschland aktuell typischerweise zwischen 2 und 3,5 Prozent. Tagesgeld eignet sich hervorragend als Notgroschen oder für kurzfristige Sparziele. Der Vorteil liegt in der Flexibilität — der Nachteil in der Unsicherheit über zukünftige Zinssätze.
Festgeld hingegen bietet einen garantierten Zinssatz für eine feste Laufzeit, die typischerweise zwischen 3 Monaten und 10 Jahren liegt. Die Zinssätze sind in der Regel höher als beim Tagesgeld, da Sie während der Laufzeit nicht auf Ihr Geld zugreifen können. Festgeld eignet sich für Sparer, die einen Teil ihres Vermögens für einen definierten Zeitraum anlegen möchten. Eine beliebte Strategie ist die Festgeld-Leiter: Sie verteilen Ihr Kapital auf mehrere Festgeldkonten mit unterschiedlichen Laufzeiten, sodass regelmäßig Beträge frei werden.
Tipps zur Geldanlage
Beginnen Sie so früh wie möglich mit dem Sparen. Dank des Zinseszins-Effekts hat Zeit einen enormen Einfluss auf das Endergebnis. Eine monatliche Einzahlung von 100 Euro bei 3 Prozent Zinsen ergibt nach 10 Jahren etwa 14.000 Euro, nach 20 Jahren bereits über 32.000 Euro und nach 30 Jahren mehr als 58.000 Euro. Die Differenz zwischen eingezahltem Kapital und Endkapital wächst überproportional.
Vergleichen Sie regelmäßig Zinssätze verschiedener Banken. Online-Banken und Direktbanken bieten häufig bessere Konditionen als Filialbanken. Achten Sie auf die Einlagensicherung — Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank sind in der EU gesetzlich geschützt. Nutzen Sie unseren Zinsrechner, um verschiedene Szenarien durchzuspielen und die beste Strategie für Ihre persönliche Situation zu finden.
Beachten Sie auch die Abgeltungssteuer: In Deutschland werden Kapitalerträge oberhalb des Sparerpauschbetrags von 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro bei Ehepaaren) mit 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag besteuert. Stellen Sie sicher, dass Sie bei Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag einrichten, um den Pauschbetrag auszunutzen.