Berechnen Sie Ihre voraussichtliche gesetzliche Rente nach der offiziellen Rentenformel 2026 — inklusive Rentenpunkte, Zugangsfaktor und Nettorente nach KV/PV-Beitrag.
Die deutsche gesetzliche Rente wird nach der Rentenformel berechnet: Monatliche Rente = Entgeltpunkte × Zugangsfaktor × Rentenartfaktor × Aktueller Rentenwert. Der aktuelle Rentenwert 2026 beträgt 39,32 € in Westdeutschland (ab Juli 2025 erhöht; Ostdeutschland seit 2024 angeglichen). Entgeltpunkte sammeln Sie für jedes Arbeitsjahr: Wer genau den Durchschnittsverdienst (2026: ca. 45.358 €/Jahr) erzielt, erhält 1,0 Punkt pro Jahr. Die genaue Punktzahl steht in Ihrer jährlichen Rentenauskunft der Deutschen Rentenversicherung.
Der Zugangsfaktor ist 1,0 bei Renteneintritt mit 67 Jahren. Für jeden Monat vor 67 Jahren (ab 63) wird ein Abzug von 0,3% erhoben — maximal 14,4% bei Rentenbeginn mit 63. Wer länger arbeitet, erhält 0,5% Zuschlag pro Monat (6% pro Jahr ab 67).
Entgeltpunkte sind das Kernstück Ihrer Rentenanwartschaft. Sie berechnen sich aus Ihrem Jahresverdienst geteilt durch den Durchschnittsverdienst aller Versicherten. Beispiel: Bei 45.358 € Jahresverdienst (Durchschnitt 2026) erhalten Sie exakt 1,0 Punkt. Bei 60.000 € wären es 1,32 Punkte; bei 25.000 € nur 0,55 Punkte. Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) sendet Ihnen ab 27 Jahren jährlich eine kostenlose Renteninformation mit Ihrer aktuellen Punktzahl — verwenden Sie diese für die genaueste Berechnung. Zusätzliche Punkte gibt es für Kindererziehung (3 Punkte/Kind für erste 3 Lebensjahre), Pflege von Angehörigen und Erwerbsminderungsrente.
Gesetzlich Rentenversicherte zahlen im Rentenalter folgende Abzüge von der Bruttorente:
Als Faustregel gilt: Die gesetzliche Rente deckt bei einem typischen Arbeitnehmer ca. 48–50% des letzten Nettogehalts (Rentenniveau). Bis 2040 soll das Rentenniveau durch die Rentenreform 2025 nicht unter 48% sinken — dennoch besteht für die meisten Arbeitnehmer eine erhebliche Rentenlücke. Empfehlung: Planen Sie für ca. 70–80% Ihres letzten Nettogehalts im Rentenalter. Die Differenz zwischen diesem Ziel und der gesetzlichen Rente muss durch betriebliche Altersvorsorge (bAV), Riester-Rente, Rürup-Rente oder private Ersparnisse gedeckt werden. Verwenden Sie den Zinsrechner für Prognosen zu privaten Rentenersparnissen.