Brutto-Netto-Rechner 2026

Berechnen Sie schnell und einfach Ihr Nettogehalt aus dem Bruttogehalt. Alle Abzüge werden detailliert aufgeschlüsselt: Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge. Kostenlos, privat und ohne Anmeldung.

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Wie funktioniert der Brutto-Netto-Rechner?

Der Brutto-Netto-Rechner berechnet Ihr monatliches Nettogehalt aus dem Bruttolohn unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Abzüge in Deutschland. Dabei werden die aktuellen Steuertarife für 2026 verwendet, einschließlich des progressiven Einkommensteuertarifs mit dem Grundfreibetrag von 12.096 Euro, den Sozialversicherungsbeiträgen und optionaler Kirchensteuer. Der Rechner arbeitet vollständig in Ihrem Browser — Ihre Gehaltsdaten werden niemals an einen Server gesendet.

Die Berechnung berücksichtigt Ihre gewählte Steuerklasse, die erheblichen Einfluss auf die Höhe der monatlichen Lohnsteuer hat. Steuerklasse I gilt für ledige Arbeitnehmer, während verheiratete Paare zwischen den Kombinationen III/V oder IV/IV wählen können. Zusätzlich fließen Kinderfreibeträge in die Berechnung der Pflegeversicherung ein, da Eltern einen reduzierten Beitragssatz zahlen. Der Solidaritätszuschlag wird seit 2021 nur noch für höhere Einkommen erhoben — rund 90 Prozent der Steuerzahler sind davon befreit.

Steuerklassen in Deutschland erklärt

In Deutschland gibt es sechs Steuerklassen, die bestimmen, wie viel Lohnsteuer monatlich vom Bruttogehalt einbehalten wird. Die Steuerklasse I ist für ledige, geschiedene oder verwitwete Arbeitnehmer vorgesehen und bietet den Grundfreibetrag von 12.096 Euro (2026). Steuerklasse II gewährt einen zusätzlichen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende von 4.260 Euro für das erste Kind.

Verheiratete Paare haben die Wahl: Bei Steuerklasse III erhält der Besserverdienende einen doppelten Grundfreibetrag, während der Partner in Steuerklasse V keinen Freibetrag hat. Die Kombination IV/IV teilt die Freibeträge gleichmäßig auf und lohnt sich, wenn beide Partner ähnlich verdienen. Steuerklasse VI gilt für Zweit- und Nebenjobs und hat die höchste Steuerlast, da keine Freibeträge berücksichtigt werden.

Wichtig zu wissen: Die Steuerklasse beeinflusst nur den monatlichen Lohnsteuerabzug, nicht die jährliche Steuerlast. Bei der Einkommensteuererklärung wird die tatsächliche Steuerschuld unabhängig von der Steuerklasse berechnet. Die Wahl der richtigen Steuerklasse optimiert also den monatlichen Cashflow, nicht die Gesamtsteuerlast.

Tipps zur Optimierung Ihres Nettogehalts

Es gibt mehrere legale Möglichkeiten, Ihr Nettogehalt zu erhöhen, ohne dass der Bruttolohn steigen muss. Verheiratete Paare sollten ihre Steuerklassenkombination überprüfen — die Kombination III/V kann bei ungleichen Einkommen monatlich mehrere hundert Euro mehr Netto bringen. Ein Wechsel ist einmal jährlich möglich und kann beim zuständigen Finanzamt beantragt werden.

Steuerfreibeträge können über einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung direkt beim monatlichen Lohnsteuerabzug berücksichtigt werden. Typische Freibeträge sind Werbungskosten über der Pauschale (1.230 Euro), Fahrtkosten zur Arbeit, doppelte Haushaltsführung, Kinderbetreuungskosten und außergewöhnliche Belastungen. Auch betriebliche Altersvorsorge und vermögenswirksame Leistungen können das Nettogehalt effektiv erhöhen, da die Beiträge teilweise steuerfrei sind.

Sachbezüge wie Dienstwagen, Jobticket (seit 2024 steuerfrei für öffentlichen Nahverkehr), Essenszuschüsse oder betriebliche Gesundheitsförderung sind weitere steueroptimierte Vergütungsbestandteile, die den Nettovorteil gegenüber einer reinen Gehaltserhöhung deutlich vergrößern können.

Frequently Asked Questions

Was ist der Unterschied zwischen Brutto und Netto?

Das Bruttogehalt ist Ihr vereinbartes Gesamtgehalt vor allen Abz\u00fcgen. Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach Abzug von Lohnsteuer, Solidarit\u00e4tszuschlag, ggf. Kirchensteuer und den Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) auf Ihrem Konto ankommt. Je nach Steuerklasse und Bundesland erhalten Sie typischerweise 55 bis 70 Prozent Ihres Bruttogehalts als Nettogehalt.

Welche Steuerklasse ist f\u00fcr mich am besten?

F\u00fcr Ledige gilt automatisch Steuerklasse I, f\u00fcr Alleinerziehende Steuerklasse II mit zus\u00e4tzlichem Entlastungsbetrag. Verheiratete Paare profitieren von der Kombination III/V, wenn ein Partner deutlich mehr verdient \u2014 der Besserverdienende w\u00e4hlt Klasse III f\u00fcr niedrigere monatliche Abz\u00fcge. Bei \u00e4hnlichen Einkommen empfiehlt sich IV/IV. Die endg\u00fcltige Steuerlast wird bei der Jahrerkl\u00e4rung ausgeglichen, daher beeinflusst die Steuerklasse nur den monatlichen Cashflow.

Wird Kirchensteuer automatisch abgezogen?

Ja, wenn Sie Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft sind (z.B. evangelische oder katholische Kirche), wird die Kirchensteuer automatisch vom Arbeitgeber einbehalten und an das Finanzamt abgef\u00fchrt. Der Satz betr\u00e4gt 8% der Lohnsteuer in Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg, in allen anderen Bundesl\u00e4ndern 9%. Durch einen Kirchenaustritt beim Standesamt entf\u00e4llt die Kirchensteuer ab dem Folgemonat.

Was ist der Solidarit\u00e4tszuschlag?

Der Solidarit\u00e4tszuschlag (Soli) betr\u00e4gt 5,5% der Einkommensteuer. Seit 2021 wurde er f\u00fcr rund 90% der Steuerzahler abgeschafft. Er f\u00e4llt erst an, wenn die j\u00e4hrliche Lohnsteuer die Freigrenze von 18.130 Euro (\u00fcbersteigt Steuerklasse I) bzw. 36.260 Euro (Steuerklasse III) \u00fcberschreitet. In der Milderungszone oberhalb der Freigrenze wird der Soli schrittweise erhoben, bis der volle Satz von 5,5% erreicht ist.

Sind meine Daten sicher?

Ja, absolut. Der Brutto-Netto-Rechner l\u00e4uft vollst\u00e4ndig in Ihrem Browser. Ihre Gehaltsdaten werden zu keinem Zeitpunkt an einen Server gesendet oder gespeichert. Die letzte Eingabe wird optional im lokalen Speicher Ihres Browsers gesichert, damit Sie beim n\u00e4chsten Besuch nicht alles neu eingeben m\u00fcssen. Sie k\u00f6nnen diese Daten jederzeit \u00fcber den Zur\u00fccksetzen-Button l\u00f6schen.