Dekubitusprophylaxe in der Pflege
Der Expertenstandard Dekubitusprophylaxe des DNQP ist die zentrale fachliche Grundlage zur Vorbeugung von Druckgeschwüren in deutschen Pflegeeinrichtungen. Er richtet sich an alle beruflich Pflegenden in stationären und ambulanten Einrichtungen.
Warum dieser Expertenstandard für die MD-Prüfung zählt
Dekubitus ist einer der sensibelsten Indikatoren in der indikatorengestützten Qualitätsprüfung des MD. Neu aufgetretene Dekubitalgeschwüre führen regelmäßig zu Beanstandungen und fließen als Qualitätsindikator in die Prüfergebnisse ein.
Empfohlene Assessments & Instrumente
Braden-Skala, Waterlow-Skala, Norton-Skala — standardisierte Risikoeinschätzung. Bewegungspläne nach individuellem Bedarf (z. B. 30°-Lagerung, Mikrobewegung).
Umsetzungs-Check: Dekubitusprophylaxe
Alle 9 Expertenstandards in einer Anwendung — mit 24 QPR-Kategorien, SIS-Vorlagen und MD-Prüfungsmappe.
AlwaysReady Care kostenlos startenHäufige Fragen zum Expertenstandard Dekubitusprophylaxe
Ab wann gilt ein Bewohner als dekubitusgefährdet?
Sobald das standardisierte Assessment (z. B. Braden-Skala Score ≤ 18) ein Risiko anzeigt — unabhängig von sichtbaren Hautveränderungen. Die Einschätzung erfolgt individuell, nicht schematisch.
Wie oft muss umgelagert werden?
Der Expertenstandard schreibt keine starre Frequenz vor. Maßgeblich ist der individuelle Bewegungsplan basierend auf Risiko, Hautzustand und Eigenmobilität. Typisch: 2–4 Stunden bei Hochrisiko, häufiger bei sichtbarer Rötung.
Welche Assessments erkennt der MD an?
Braden, Waterlow und Norton sind etabliert. Wichtig: konsistente Anwendung, nachvollziehbare Dokumentation und Ableitung konkreter Maßnahmen aus dem Score.